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Auf dem Balkon seiner Wohnung an der Hornbachstrasse in Zürich Aufnahme: Emmy Graeser |
1892 wurde Camille Graeser am 27. Februar in Carouge bei Genf geboren. Nach einer Schreinerlehre tritt Graeser 1911 in die Fachklasse für Möbelbau und Innenarchitektur an der Königlichen Kunstgewerbeschule Stuttgart ein, wo er 1913 Meisterschüler von Bernhard Pankok wird. In seiner Freizeit malt und zeichnet er auf stark abstrahierende, vom Kubismus und Fauvismus beeinflusste Art. 1917 eröffnet er in Stuttgart ein Atelier für Innenarchitektur, Werbegraphik und Produktgestaltung, das sich bald eines guten Rufes erfreut. 1918 wird er in den Deutschen Werkbund aufgenommen, an dessen Aktivitäten er rege teilnimmt, so 1924 an der Ausstellung 'Form ohne Ornament' und 1927 an der Einrichtung der Mustersiedlung 'Weissenhof' in Stuttgart.
Der Nationalsozialismus setzt dieser Kariere ein brutales Ende. 1933 kehrt Graeser in die Schweiz zurück, und da er in Zürich nicht genug Arbeit als Designer findet, beschliesst er, sich ganz der bildenden Kunst zuzuwenden. Ausgehend vom flächigen Purismus, den er kurz zuvor entwickelt hat, findet er zu einer streng konstruktiven Gestaltungsweise, die er sowohl auf die Malerei und Zeichnung als auch auf Reliefs und Plastiken anwendet. 1937 tritt er der Künstlergruppe Allianz bei, was Ihm zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland verschafft. Nebenbei beschäftigt er sich weiterhin mit gestalterischen Aufgaben. Von 1950 an zählt Graeser mit Bill, Loewensberg und Lohse zu den wichtigsten Vertretern der konkreten Kunst in der Schweiz. 1964 erhält er im Kunsthaus Zürich seine erste Museumsausstellung; 1968 erscheint das erste Buch über ihn, 1969 kann er an der Biennale in Sao Paulo, 1977 an der Documenta in Kassel teilnehmen. 1975 verleiht ihm die Stadt Zürich ihren Kunstpreis. Nach längerer Krankeit stirbt Graeser am 21. Februar 1980 in Wald (ZH). |
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Permutation 1972 / 1977 |
Aktuelle Gruppen- und Einzelausstellungen:
Museum Ritter, Waldenbuch 9. Mai bis 19. September 2010 (Vernissage Samstag, 8. Juni 2010, 17.00 Uhr) 2. Station der Ausstellungstournee: ’Camille Graeser. Vom Entwurf zum Bild.’ Ausstellungskatalog: Gleichnamige Werkübersicht Graesers, erschienen im Wienand Verlag, Köln 2009. Die Publikation wird auf dieser Homepage unter /Bücher/ vorgestellt. http://www.museum-ritter.de Galerie Linde Hollinger, Ladenburg Rheingaustrasse 34, D-68526 Ladenburg 20. Februar bis 17. April 2010 Einzelausstellung: ’Camille Graeser. Zeichnungen und Druckgrafik.’ http://www.galerielindehollinger.de Museum Ritter, Waldenbuch 18. Oktober bis 11. April 2010 Gruppenausstellung: ’Hommage an das Quadrat. Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter von 1915 bis 2009.’ Zur Ausstellung erscheint zusätzlich ein gleichnamiger Sammlungskatalog. http://www.museum-ritter.de Haus Konstruktiv, Zürich 11. Juni bis 2. August 2009 (Vernissage Mittwoch, 10. Juni 2009, 18.00 Uhr) Einzelausstellung: ’Camille Graeser. Vom Entwurf zum Bild. Ideenskizzen und Entwurfszeichnungen 1938 1978.’ Zur Ausstellungstournee erscheint eine gleichnamige Werkübersicht als 5. Band des Graeser Werkverzeichnisses im Wienand Verlag, Köln. Texte verfasst von Richard W. Gassen und Vera Hausdorff. http://www.hauskonstruktiv.ch Museum-Kunst-Palast, Kulturzentrum Ehrendorf, Düsseldorf 30. April bis 23. August 2009 Gruppenausstellung: ’Seitenwechsel’ http://www.museum-kunst-palast.de Museum Franz Gertsch, Burgdorf 8. November 2008 bis 15. Februar 2009 Gruppenausstellung: ’Zwischenladung - Werke aus der Sammlung Nationale Suisse’ http://www.museum-franzgertsch.ch Seedamm-Kulturzentrum, Pfäffikon, SZ 21.September bis 2. November 2008 Gruppenausstellung ’Konkret Mega Mopp. Sammlung moderne Kunst Neuerwerbungen’ http://www.seedamm-kultur.ch Kunstmuseum Luzern 31. Mai bis 5. Oktober 2008 Gruppenausstellung: Schweizer Meister. Swiss Masters. Sammlungsausstellung zum 75-Jahr-Jubliäum der Bernhard Eglin-Stiftung. Zur Ausstellung erschien die Publikation 'Schweizer Meister' im Benteli Verlag, Bern. http://www.kunstmuseumluzern.ch Museo cantonale d'arte Lugano, Museo d'Arte della Città di Lugano Gruppenausstellung: ’Enigma Helvetia. Arti, riti e miti della Svizzera moderna. (The arts, rites and myths of modern Switzerland)’. Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit Texten in Engl./ u. einer zweiten Sprache (ital., dt., franz. oder rätoroman.) http://www.museo-cantonale-arte.ch Kunstmuseum Stuttgart Präsentation von Dauerleihgaben der Camille Graeser-Stiftung in den Räumen zur "Konkreten Kunst". Gezeigt werden Gemälde, Designentwürfe Graesers und ein Teil seines Ausstellungsbeitrages zur historischen Ausstellung "Unsere Wohnung, 1927" an der Weissenhofsiedlung Stuttgart. http://www.kunstmuseum-stuttgart.de Haus Konstruktiv, Zürich 22. November 2007 bis 17. Februar 2008 Gruppenausstellung: ’Visionäre Sammlung Vol. 5 Sammlung Rolf und Friedel Gutmann.’ Einzelausstellung: ’Camille Graeser’ http://www.hauskonstruktiv.ch Galerie von Bartha, Basel Schertlingsgasse 16, CH - 4051 Basel 25. Oktober bis 30. November 2007 Einzelausstellung: ’Camille Graeser. Die Entwicklung einer konstruktiv-konkreten Bildsprache.’ Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog, 72 S., 37 Farbabb (d/e) mit einem Text von Vera Hausdorff, Konservatorin der Camille Graeser-Stiftung. http://www.vonbartha.ch Aargauer Kunsthaus Aarau 19. August 2007 bis 4. November 2007 Gruppenausstellung: ’Etant donné: Die Sammlung! 250 Jahre aktuelle Schweizer Kunst.’ Siehe dazu das Katalogbuch ’Ein Kunsthaus. Sammeln und Ausstellen im Aargauer Kunsthaus.’ http://www.ag.ch/kunsthaus/de/pub/ Galerie von Bartha, Basel Schertlingsgasse 16, CH - 4051 Basel 13. Juni bis 17. Juni 2007 ’The Spell of Systems’: Gruppenausstellung an der ART Basel 2007 Der Katalog zur Ausstellung ist über die Galerie zu beziehen. http://www.vonbartha.ch Kunstmuseum Solothurn 9. Juni bis 2. September 2007 ’Kopf im Kubus’. Konstrukte und Konstruktionen aus der Graphischen Sammlung des Kunstmuseums Solothurn. http://www.kunstmuseum-so.ch Musée des beaux-arts, La Chaux-de-Fonds 9. Juni 2007 bis 5. August 2007 ’Plus suisse tu meurs - Helvetissima’ Zum Sammlungsbestand des Museums erscheint im März 2007 der ’Catalogue des collections de peinture et sculpture’. 496 S., 198 Farbarbb., 636 S/W-Abb, CHF 68.- http://www.chaux-de-fonds.ch/mba Museo Cantonale d’arte, Lugano 7. Juni bis 9.September 2007 ’Affinità e complementi’: ’Opere dai musei svizzeri in dialogo con la collezione del Museo Cantonale d'Arte, Lugano’ / ’Bezüge und Ergänzungen’: ’Werke aus den Schweizer Museen im Dialog mit der Sammlung.’ Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. http://www.museo-cantonale-arte.ch Museum im Kulturspeicher, Würzburg 10. Februar bis 29. April 2007 Ausgerechnet ... Mathematik und Konkrete Kunst. Zur Ausstellung erschien ein gleichnamiger Katalog im Spurbuch-Verlag. http://www.kulturspeicher.de Museum Ritter, Waldenbuch 22. Oktober 2006 bis 11.März 2007 ’Bewegung im Quadrat. Das Quadrat in Malerei, Kinetischer Kunst und Animation.’ http://www.museum-ritter.de |
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